
In vielen Unternehmen gilt: Wer da ist, leistet auch etwas. Doch dieser Grundsatz ist längst überholt – und kann gefährlich werden. Denn immer mehr Mitarbeitende erscheinen krank zur Arbeit, sei es mit einer Erkältung, Migräne oder gar psychischer Erschöpfung. Was auf den ersten Blick nach Engagement aussieht, nennt sich Präsentismus – und kostet Unternehmen langfristig mehr als der klassische Absentismus.
Präsentismus beschreibt das Phänomen, dass Mitarbeitende trotz Krankheit zur Arbeit erscheinen. Anders als beim Absentismus (also krankheitsbedingtem Fehlen) sind sie körperlich zwar anwesend, aber deutlich weniger leistungsfähig – mit Folgen für ihre eigene Gesundheit, die Produktivität des Unternehmens und das Teamklima.
Die Gründe sind vielfältig – und oft strukturell verankert. Im Folgenden haben wir Ihnen die häufigsten Ursachen zusammengetragen:

Präsentismus ist längst kein individuelles Problem mehr, sondern eine stille Belastung mit enormem Schaden für Gesundheit und Unternehmen. Denn wer krank zur Arbeit erscheint – ob im Büro oder im Homeoffice – ist weder wirklich leistungsfähig noch auf dem Weg der Besserung.
Auf den ersten Blick scheint Präsentismus die „mildere“ Variante zu sein – schließlich ist die Person ja anwesend. In Wahrheit jedoch ist Präsentismus oft schädlicher, weil er schwerer zu erkennen und zu messen ist. Während Absentismus sichtbar und dokumentierbar ist (z. B. durch Krankschreibungen), bleibt Präsentismus unsichtbar – und unterschätzt. Grundsätzlich muss man natürlich festhalten, dass weder Präsentismus noch Absentismus gut für Unternehmen sind.
Die Grundlage für die Vermeidung von Präsentismus ist eine Unternehmenskultur, die Gesundheit ernst nimmt und signalisiert: „Erholung ist Teil der Leistung.“
Führungskräfte prägen den Umgang mit Gesundheit im Unternehmen maßgeblich – durch ihr Verhalten und ihre Kommunikation.
Um gesundheitliche Überlastung zu erkennen, bevor sie sich in Präsentismus oder späterer Abwesenheit niederschlägt, braucht es systematische Strukturen:
Viele Menschen gehen krank zur Arbeit, weil sie sich „unersetzlich“ fühlen oder keine Rückendeckung erleben. Dagegen helfen klare Strukturen:
Ein umfassendes BGM geht über kurzfristige Maßnahmen hinaus und stärkt die Resilienz der Mitarbeitenden ganzheitlich:

Ein wirksames BGM hilft, Präsentismus frühzeitig zu erkennen und gezielt zu verhindern. Entscheidend ist ein Kulturwandel, in dem Gesundheit Priorität hat – Mitarbeitende sollen sich sicher fühlen, krank zu Hause zu bleiben, ohne schlechtes Gewissen.
Führungskräfte übernehmen hier eine Vorbildfunktion: Wer krank E-Mails schreibt, sendet widersprüchliche Signale. Schulungen sensibilisieren für die eigenen Grenzen und die des Teams. Frühwarnsysteme wie regelmäßige Mitarbeitergespräche, kurze Check-ins im Alltag oder digitale Tools wie ISA von DeepCare unterstützen dabei, Überlastung rechtzeitig zu erkennen.
Flexible Arbeitsmodelle, klar geregeltes Homeoffice und strukturierte Vertretungspläne entlasten zusätzlich. Ergänzt durch präventive Angebote wie Bewegungspausen, Resilienztrainings und Gesundheitsbildung entsteht eine Arbeitskultur, die langfristig gesünder und leistungsfähiger ist.
Präsentismus ist kein Zeichen von Loyalität – sondern oft ein Hilfeschrei, der überhört wird. Wer heute krank zur Arbeit kommt, zahlt morgen die Rechnung – gesundheitlich und wirtschaftlich. Unternehmen, die das Thema bewusst in ihr BGM integrieren, fördern nicht nur die Gesundheit ihrer Mitarbeitenden, sondern investieren auch in langfristige Produktivität und Resilienz. Der erste Schritt: Hinschauen, verstehen – und handeln.

Simon Fiechtner
Ich bin Simon, Co-Founder von Deep Care und ich beschäftige mich seit vielen Jahren mit den Themen Gesundheit und künstliche Intelligenz. Nach mehrjähriger Erfahrung im HR-Bereich sowie im Business Development eines großen Konzerns, entschied ich mich dafür, gemeinsam mit Kollegen und Freunden diese Leidenschaft zu einem Start Up zu formen.
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